Politik und Energiewirtschaft diskutiert Zukunft der Versorgung – energetische Nutzung von Biomasse mit schwerem Stand

Vom 14. bis 15. November fand in Berlin der Energiewendekongress 2022 der Deutschen Energieagentur DENA statt. Für die Europäische Feuerstätten Arbeitsgemeinschaft nahm Geschäftsführer und Interessensvertreter Dr. Johannes R. Gerstner am Branchentreffen teil. Diskutiert wurden unter anderem die Zukunft des Bauens mit Bundesbauministerin Klara Geywitz, auch viele Vertreter der Länder und Kommunen waren anwesend.

Auffällig war laut Dr. Gerstner die „völlige Ignoranz der Politik und Verwaltung gegenüber Biomasse als notwendigen Bestandteil der Wärmewende.“ Auf Podien wurde dieses Thema laut Gerstner nicht einmal ansatzweise ausdiskutiert, erst in bilateralen Gesprächen konnte hier sensibilisiert werden. Allerdings gibt es auch Lichtblicke. Sowohl in Sachsen als auch Mecklenburg-Vorpommern ist Biomasse durchaus ein Thema, allerdings fehlt hier oft das Verständnis für die unterschiedlichen Technologien wie etwa Kaminofen und Speicherfeuerstätten. Emissionsminderungseinrichtungen sind kaum bekannt.

Hier muss die Branche, so Gerstner, viel Nachhilfearbeit leisten: „Wir müssen unsere Branche so zeigen, wie sie ist: eigenständig, leistungsfähig und innovationsgetrieben.“ Die EFA und alle mit ihr verbundenen Verbände will die politische Arbeit hier weiter intensivieren und die Branche selbstbewusst positionieren.

Dr. Johannes R. Gerstner, Branchenvertreter und Geschäftsführer der EFA auf dem DENA-Kongress in Berlin.