Als Geschäftsführer der EFA e.V. hielt Dr. Johannes Gerstner als Gastredner den Eröffnungsvortrag zur diesjährigen Generalversammlung in Bielefeld.
Dazu stellte er eine einfach Frage: „Wie zukunftsfähig ist unsere Technologie?“
„Diese Frage stellen wir an uns selbst selten – aber wir bekommen sie gestellt. Von der Politik und von der Öffentlichkeit. Erst Anfangs der Woche hat die Süddeutsche Zeitung noch philosophiert, dass ja Holzöfen nicht stark genug eingeschränkt würden. Der BR bereitet gerade einen Fernsehbeitrag vor, in dem die Klimaneutralität unserer Technologie hinterfragt wird. Wir werden diese Fragen beantworten. Und wir müssen überzeugend antworten. Vor die Politik müssen wir von unserer Idee eine zukunftsfähigen Wärmequelle überzeguen. Denn dort haben wir es mit ganz anderenn Wettbewerbern zu tun – Stichwort Elektrizität, Photovoltaik, Wärmepumpen etc.
Nur, wer den Schornstein vergisst, der kann auch den Ofen vergessen. Wir wollen gar nicht als Konkurenten gegen neue Energiekonzepte antreten. Aber wir sollen, dass wir weiterhin ein sinnvoller und fester Bestandteil eines Wärmemixes in Deutschland sind. Jetzt nach der Wahl gilt es, weiter Gespräche in Berlin zu führen, damit wir als Wärmetechnologie weiter auf der Agenda stehen. Aber wir werden es nur gemeinsam schaffen – Industrieverbände, Handwerk und Handel. Wir müssen gemeinsam das Angebot einer regenerativen Holzwärme machen. Arbeiten Sie dabei nicht alleine und egoistisch – sondern organisieren Sie sich und bündeln Ihre Kräfte. Auch in der EFA und in anderen Verbänden bündeln sich Kräfte einiger europäischer Erzeuger und Zulieferer. Wenn wir jetzt noch andere dazu gewinnen, ohne Egoismus und mit Ehrlichkeit an einen Ziel zu arbeiten, dann können wir für unsere Technologie erfolgreich einstehen. Die Zeit ist knapp.
Die neuen, verabschiedeten Ableitbedingungen haben zwei Dinge gezeigt: 1. Es kann schneller gehen, als wir meinen. Und 2. Verbände können gemeinsam arbeiten, auch wenn die Produkte und das Setup sehr unterschiedlich ist. Die Ableitbedingungen konnten wir zwar nicht mehr aufhalten – aber wir konnten im Bereich des Bestandschutzes noch einiges zum Besseren wenden. Auf diese Gemeinschaft müssen wir aufbauen. Lassen Sie uns also gemeinsam die Technologie retten: Denn eines ist klar: Mit der Holzwärme haben wir das perfekte Paket, um die Gesellschaft in eine klimafreundliche Zukunft zu begleiten.

Das ist es, was Du für die Branche tun kannst!“